Montag, November 12, 2007

Hochzeitsreise La Réunion + Mauritius


Es hat nun doch wieder länger gedauert, alles zu Papier zu bringen, was in den beiden Urlaubswochen los gewesen ist…

Tja, leider hat einen zu Hause der Alltag sehr schnell wieder und so, bin ich erst jetzt dazu gekommen alles halbwegs zusammen zu schreiben!

1. Woche
La Reunion per Mietauto und zu Fuß!

Der erste Tag hat hauptsächlich aus Anreise bestanden – klar, La Réunion liegt ja doch ein Stück von zu Hause weg :-)
Zuerst ging die Reise per Auto zum Flughafen nach München und von dort Non-Stop über Nacht nach Mauritius. (Air Mauritius kann ich empfehlen – sehr gutes Essen und Service). Nach einer ziemlich langen Warterei am Flughafen auf Mauritius auf den Anschlussflug nach St. Denis (La Réunion) kamen wir schließlich bei Sonnenuntergang (ca. 18:00) auf der ersten Station unseres Urlaubes an.
Empfangen wurden wir sehr freundlich von einer deutschsprachigen Partner der Firma Dertour und erhielten unsere Reiseunterlagen für diese Woche.
Die Mietwagenfirma war dann schon wieder nicht mehr ganz so freundlich, weil diese alles nur auf Französisch abwickeln wollte und wir sie fast zwingen mussten, manches auf Englisch zu sagen… (sorry aber bei Versicherungs-Krims-Krams, steigt mein Französisch-Know-How leider aus!)
Finster war es und Nacht… und müde waren wir sowieso, also fuhren wir ohne Umweg zu unserem ersten Hotel in die Nähe von L’Eperon ins „Le Saint Michel“ und genossen im angeschlossenen Restaurant ein echt französisches (und sau-teures) Abendessen!

Nach dem Frühstück am nächsten Tag machten wir uns auf den Weg nach Cilaos. Zuerst ging’s der Küste entlang und dann über 400 Kurven ins Landesinnere in den Cirque Cilaos in das Dorf Cilaos (Kurort).
Nach einem leckeren Mittagessen (Carry und Rougail) in einem Restaurant an der Hautstraße in Cilaos und nachdem wir unser Gepäck schon im Hotel „Le Vieux Cep“ abgeben konnten begannen wir seelenruhig unsere Wanderung am Parkplatz „Le Bloc“ hinauf zur Hütte „Caverne Dufour“. Der Weg ist absolut unschwierig + einfach und so waren wir ca 3 gemütliche Stunden unterwegs hinauf bis zur Hütte.
Traumhafte Tiefblicke auf den Cirque Cilaos und den Ort sowie eine interessante Pflanzen- und Vogelwelt begleitete und hinauf bis zum Gîte.
Oben angekommen, trafen wir eine Reihe weiterer Wanderer die auf den verschiedenen Wegen ebenfalls zur Hütte gekommen waren um zu übernachten. (Leider alles Franzosen und so waren die „Gesprächs-Möglichkeiten“ doch wieder „eher eingeschränkt“.)
Übernachtung, Abendessen und Frühstück muss übrigens alles Reserviert werden, da man sonst nichts zu „beißen“ bekommt oder sogar wieder ins Tal geschickt wird.
Nach einem zünftigen Abendessen – alle an einem Tisch – mit Rougail-Saucisses, Bohnen und Reis mit einem anschließenden Drink (Rhum Arrange oder Rhum mit Cocosgeschmack) und ein paar Plaudereien ging’s ab ins Bett bzw. Lager.
Die Nacht verlief sehr ruhig bis um 4:00 die TAGWACHE begann und sich alle auf den Weg zum Gipfel machten.
Eine Lichterreihe schlängelte sich den Weg entlang hinauf bis zum Gipfel des Piton de Neiges 3070m, den wir bei Sonnenaufgang um 06:00 erreichten.
Ein grandioser Sonnenaufgang bot sich uns und wir genossen die windige Aussicht über die ganze Insel. Sicher verpackt im Biwaksack blieben wir eine Weile am Dach der Insel sitzen, bevor wir wieder den Rückweg zur Hütte antraten, da der Bauch „Frühstückshunger“ meldete!
Wieder in der Hütte retour stärkten wir uns beim Frühstück mit Tee und Kaffee in einer „Boule“ (eine Art Müslischüssel – statt einem Häferl), packten unser Zeug zusammen und wanderten den gleichen Weg wieder hinunter zu unserem Auto am Parkplatz „Le Bloc“.
Danach checkten wir in unser Hotel ein und genossen die „letzten“ Sonnenstrahlen am Pool.
Die Sonne verschwindet auf La Réunion leider immer relativ bald, da ab ca. 14:00 die Insel von Wolken überzogen wird…
Am Pool wurde es uns dann zu ungemütlich, daher machten wir noch einen ausgedehnten Stadtbummel und besuchten auch das Broderie(Stickerei) Museum sowie die Kirche von Cilaos bevor wir zum Abendessen gingen.

Am 4. Tag ging’s zuerst wieder die 400 Kurven aus dem Cirque heraus zurück an die Küste und wir fuhren die Straße über St. Pierre, St. Joseph und St. Philippe zum Point de la Table, wo wir eine kurze Wanderung zur Küste machten, wo angeblich das Meer am wildesten an die Küste schlägt.
Doch noch vor dieser Wanderung waren wir am Wasserfall „Grand Galet“ bei Langevin baden. Eine tolle Sache – die heimatliche Alm kann da leider nicht mithalten!
Nach diesem Ausflug an der Küste fuhren wir zu unserem Hotel „Les Geraniums“ nach „Plaine des Cafres“ in die Nähe unseres nächsten Zieles, den Piton de la Fournaise.

Der 5. Tag begann so wie alle Tage auf la Réunion wieder relativ früh, damit man die Aussichtsplätze noch halbwegs Wolkenfrei genießen kann. Also starteten wir recht bald zum noch aktiven (im April 07 letzter Ausbruch) Vulkan „Piton de La Fournaise“. Bei der Anfahrt und Rückfahrt genossen wir die traumhaften Aussichten auf das Umland vom Aussichtspunkt „Nez de Boeuf“ und waren von der Mondlandschaft in und um den Vulkan begeistert.
Eine kleine Wanderung zur Formatio Leo (zum Hauptkrater darf man derzeit aus Sicherheitsgründen nicht wandern) rundete den Besuch am Piton de la Fournaise ab.
Anschließend besuchten wir auch noch das Vulkanmuseum und verließen die Gegend nach einem guten Mittagessen wieder.
Am Nachmittag fuhren wir über „Plaine de Palmistes“ und St. Benoit nach „Bras-Panon“ wo wir uns das „Maison de la Vanille“ ansahen. Eine sehr interessanter Film und eine interessante Führung brachte uns die mühevolle Arbeit rund um die Vanille näher. (nur Französisch!) Danach ging’s für uns auf schnellsten Weg nach St. Denis zu unserem letzten Hotel das „Juliette Dodu“ in welchem wir die letzen 2 Nächte verbracht haben.

Nach dem leckeren Frühstück in der Hauptstadt fuhren wir ein Stück zurück um in den Cirque de Salazie (bekannt für seine vielen Wasserfälle) zu fahren. Dort entschlossen wir uns den Ort „Hell-Bourg“ etwas genauer unter die Lupe zu nehmen, da dieser einer der schönsten Orte Frankreichs sein soll…
In Hell-Bourg unternahmen wir wieder eine kleine Wanderung zu den Trois Cascades (drei Wasserfälle) und besuchten die Villa Filao (mit franz. Führung durch den Garten und das Herrenhaus).
Danach machten wir noch einen Abstecher zu einen anderen Ort im Cirque nach – „Grand Illet“, wo wir eine andere typisch réunesische Spezialität: „Bouchons“ als Nachmittags-Snack aßen.
Nach der Rückkehr zum Hotel in St. Denis, machten wir noch einen Stadtbummel, in der Fußgängerzone (leckere Samosas werden in den Straßen angeboten!), in den Märkten und entlang der Küste… den Abend ließen wir mit Cocktails ausklingen.

Am letzten Tag auf La Réunion fuhren wir noch zum Piton Maido – einem Aussichtspunkt, von wo aus man einen grandiosen Blick in den Cirque de Mafate hat. Natürlich machten wir auch dort einen kleinen Spaziergang :-).
Wieder zurück in St. Denis stand noch etwas Kultur am Programm: Wir besuchten den Jardin de L’Etat (Stadtgarten), das Naturhistorische Museum, den größten Hindu-Tempel auf La Réunion „Le Colosse“ und die Stadt St. Marie, wo eine bekannte Pilgerstädte liegt.

Am Flughafen gaben wir unser Auto ohne Probleme retour und stiegen in unseren Flieger nach Mauritius ein…

2. Woche:
Entspannung auf Mauritius:

In Mauritius erwartete uns bereits wieder ein Partner von Dertour, der uns zum Taxi begleitete, das uns zum Hotel brachte… (ich bin auf de Fahrt eingeschlafen :-)
Im Hotel angekommen brauchten wir uns um nichts zu kümmern, wir und die Koffer wurden mit einem Buggy zu unseren Bungalow gebracht und auch dort wurden wir bereits erwartet – von einer gekühlten Flasche Sekt, einem Obstkorb und einem Abendessen! (Super!)

Unser Hotel „La Piroque“ war einfach nur KLASSE! Der Strand, der Pool, die Zimmer, die Restaurants, das Service – einfach alles super! (ok, dementsprechend bezahlt man auch dafür.)
Viel gibt’s vom Urlaub auf Mauritius nicht zu erzählen, da’s wir uns dann hauptsächlich einfach nur am Strand gemütlich gemacht haben!
Einmal haben wir mit dem Bus die Hauptstadt Port Louis besucht und 2mal sind wir zu Fuß, den Strand entlang zum nächsten Ort – Flic en Flac – gegangen… ansonsten haben wir uns die Sonne auf den Bauch scheinen lassen… Traumhaft zum Entspannen!
Leider ging’s dann nach einer Woche wieder retour nach Österreich – leider deshalb, weil noch 3 Tage länger sicher nicht geschadet hätten, ich Fliegen nicht besonders mag und weil wir von ca. 25°-30° nach Hause zu ca. 0° und Schnee geflogen sind!

Obwohl – Winter – ich freu mich – ich komme!

In da Heh...

In da Heh...
sieht man Dinge einfach anders...