Freitag, April 02, 2010

Neuseelandreisebereicht (27.2.-20.3.2010)

Die Welt zu Hause hat einen so schnell wieder… da dauert es auch, bis man den Urlaub zu Papier, bzw. zu Blog oder zu Foto (-buch) bringt…

Neuseeland-Reise 27.2. bis 20.3.2010

27.2. bis 1.3. Anreise mit Air Emirates nach Auckland. -> ein LANGER Flug!!!

Da es mir auf das Essen im Flugzeug nicht recht gut gegangen ist, haben wir in Auckland nur schnell das Hotel gesucht und haben den restlichen Tag nichts mehr unternommen. Wir waren im sehr hübschen Corpthorne Hotel Harborcity untergebracht.

2.3. Von Auckland ging's früh morgens Richtung Norden – ca. 370km standen am Programm bis zu unserem nächsten Hotel (Hartland Hotel Beachcomber) in Pahia in der Bay of Islands. Wir wählten aber nicht den direkten Weg nach Pahia sondern machten einen Umweg über die Westküsten und dem Waipoua Forest, in dem wir ein paar Spaziergänge machten. Dieser Wals ist bekannt für seine großen Kauri-Bäume… so besuchten wir die „4 Sisters", den 2t größten Kauribaum und ein paar weitere Baumriesen mitten im Urwald. Den Tane Mahuta (Gott des Waldes) mit seinem Alter von ca 1.400 Jahren sahen wir leider nicht, weil es in dem Moment zu „wascheln" begonnen hat, aber auch die anderen waren bereits sehr imposant!

3.3. Heute stand in der Bay of Islands ein Bootsausflug auf dem Programm. Delphin - watching war inklusive, leider blieb uns aber das ebenfalls gebuchte Delphin – swimming verwehrt, weil keiner ins Wasser darf, wenn die Delphine Junge haben… und das hatten sie!

Die Bootsrundfahrt dauerte den ganzen Tag und wir besuchten dabei das „Hole in the Rock" genauso wie ein Insel-Landgang miteingeschlossen war.

4.3. Dieser „freie" Tag wurde von uns für den Besuch des Waitangi-Parks sowie des Treaty Hauses genutzt, hier wurde 1840 der erste Vertrag zwischen den Engländern und Maoris geschlossen. Eine sehr interessante Anlage mit Maori-Versammlungshaus, Kriegskanus und einer Ausstellung zur Geschichte von Neuseeland!

Kerikeri mit dem Stone Store (ältestes Steinhaus auf Neuseeland) besuchten wir ebenfalls bevor wir in der Doubtless Bay am Cable Bay bzw. Tapu Bay spazieren und baden gingen… Über Schotterpisten fuhren wir dann ins Landesinnere zu 2 „Potterys" die wir uns ansahen wobei wir in der Fern Flat Pottery überaus freundlich aufgenommen und zu einem Glas frischer Limonade eingeladen wurden! Über weitere Schotterpisten quer durch Farmland und Urwald erreichten wir Mangamuka Bridge von wo aus wir wieder auf „normalen" Straßen zurück nach Pahia fuhren.

5.3. Die lange Fahrt(ca. 450km) von Pahia nach Rotorua legten wir ziemlich in einem Stück zurück wobei wir nur einmal bei Mc Donalds zur Jause aushielten… bevor wir einen kleinen Umweg über Otorohanga machten um dort bei den Waitomo Caves an einer „Black Water Rafting" Tour teilzunehmen! Wir hatten Glück und waren bei der letzten Tour des Tages dabei. Im Neopren-Anzug und mit Reifen bestückt stiegen wir in die Höhle ab die wir watend, schwimmend, springend und am Ring treibend durchwanderten… und über uns tausende von Sternen… nein von Glühwürmchen – denn die Höhlen sind auch als „Glowworm-Caves" bekannt. Ein echtes Erlebnis! Nach weiteren 1,5h Fahrt erreichten wir am Abend unser Hotel (Sudima Hotel Lake Rotorua) in Rotorua.

6.3. Am Vormittag besuchten wir das Waimangu Thermal Valley und durchwanderten die junge Vulkanlandschaft mit den vielen Seen, Blubber-Löchern, usw.

Am Nachmittag besuchten wir den „Te Puia" Park und machten mit Carla eine Führung durch den Park. Von ihr hörten wir sehr interessante Geschichten zu den Maoris, den Einwanderern, und Neuseelands Naturbesonderheiten. Ein Besuch der Geysir und eine Haka-Kriegs-Tanz-Vorführung rundeten den Te Puia Besuch ab.

7.3. Von Rotorua brachen wir morgens zum Tongariro Nationalpark auf. (Endlich wieder frische Luft, denn im geothermisch so aktiven Rotorua richt es gewaltig nach Schwefel!).

Kurz vor dem großen Taupo See sahen wir uns noch Neuseelands größtes geothermisches Kraftwerk an, denn die meisten Geysire werden ja nur touristisch genutzt!

In der Mission Bay am Taupo See machten wir Pause und genossen die Sonne am Süßwasserstrand! In Whakapapa bei unserem Hotel (Skotel Alpin Resort) angekommen sahen wir uns noch die nähere Umgebung an und erkundigten uns im Info-Center über die Wandermöglichkeiten für den nächsten Tag.

8.3. Die beliebteste Tageswanderung in Neuseeland überhaupt ist das Tongariro Crossing, dort werden die Leute sogar mit Bussen „angekarrt" wir versuchten diesem Rummel zu entgehen und schafften es auch mit der „Tagwache" um 5:30, um 6:15 starteten wir das Auto und um 6:50 wanderten wir dann endlich vom Parkplatz Mangatepopo (1150m) weg Richtung Vulkan Mt. Ngauruhoe. Zuerst folgt dieser Wanderweg dem Tongariro Crossing aber vor dem South Crater (ca 1,5h bis hier) zweigten wir rechts ab und suchten uns den Weg über Geröll und Felsen hinauf bis zum 2291m hohen Gipfel des Vulkanes, den wir gegen 11:00 erreichten. Dort oben dampfte es übrigens aus kleinen Löchern! Es war sehr windig aber die Aussicht ausgezeichnet und die Entscheidung so bald aufzubrechen „Gold-Richtig" denn schon kurz nach uns sahen wir „die Massen" den Wanderweg heraufströmen und auch am Mt. Ngauruhoe wurde es durch Steinschlag ungemütlich. Wir stiegen so rasch als möglich ab und machten sicherlich 500hm im Laufschritt beim Schotter-Ritschen-Rennen in kürzester Zeit! (Lustig!) Wieder beim South Crater angekommen durchwanderten wir diesen bis Sattelübergang zum Red Crater – dort machten wir noch mal Rast bevor wir den Abstieg antraten, den wir mit einer Abkühlung bei den Soda Springs „würzten".

Das Abendessen im Skotel war übrigens exzellent an diesem Tag!

9.3. nach dem 10min Moundswalk im Tongariro Nationalpark kehrten wir diesem den Rücken und fuhren nach Wellington weiter(340km). Die Straße verläuft recht Kurvenreich durch Täler und es bietet sich ein sehr abwechslungsreiches Bild durch die Windschutzscheibe! Natürlich unterbrachen wir die Fahrt dort und da, aber wir versuchten trotzdem so rasch als möglich nach Wellington zu kommen um uns die Hauptstatt Neuseelands noch etwas ansehen zu können. Das taten wir auch nachdem wir das Auto beim Hotel (Mercure Hote Wellington) parkten. Bahnhof, Parlament, Innenstadt, Einkaufstraßen, Hafen, Nationalmuseum… alles haben wir gesehen – zumindest von außen J

10.3. Bald hieß es heute wieder aufstehen, denn vor der Fährüberfahrt nach Picton auf die Südinsel will auch das Auto noch getankt und abgegeben werden. Wir checkten unser Gepäck wie bei einem Flughafen ein und genossen die 3h Überfahrt bei der wir übrigens wieder Delphine sahen. In Picton holten wir unser neues Auto ab und fuhren den malerischen Carlotte Drive entlang der Küste nach Nelson zum Hotel Beachcomber. Sehr zu empfehlen ist dort der Strand und ein mexikanisches Restaurant in der Nähe des Hotels, dort muss man zwar relativ lange auf's Essen warten, es schmeckt aber wahnsinnig gut!

11.3. Nach einem selbst gemachten Frühstück fuhren wir ca 1h nach Kaiteriteri wo wir am Vormittag mit dem Veranstalter Wilson's (unser Guide hieß Dan) eine Kajaktour entlang der Golden Beaches Richtung Apple Rock in den Abel Tasman Park machten. Nach der Rückkehr mit den Doppel-Kajaks wieder zum Ausgangspunkt wurden wir dann noch in die Anchorage Bay per Boot gebracht wo wir den Nachmittag mit Baden und „Sand-Spielen" verbrachten! Nach einer Wanderung war uns heute nicht, aber eine mehrtätige Wanderung durch diesen Park und von Bay zu Bay wäre eine schöne, nein sehr schöne Sache!!

12.3. Nach dem Frühstück ging's durch dasBuller-Fluss-Tal und entlang der Küste nach Greymouth wo unser nächstes Hotel (Ashley Motor Inn) am Plan stand. Auf dem Weg dort hin hielten wir in Westport und am Cap Foulwind um die neuseeländische Pelzrobben Kolonie zu sehen. Vor und nach diesem Ausflug regnete es übrigens nur die 30min als wir uns das ganze ansahen hatten wir Glück und wurden vom Regen verschohnt!

Bei den Pancake Rocks war's dann mit dem großen Regen vorbei und wir konnten uns diese Felsformationen ebenfalls trocken ansehen!

Der Ort Greymouth ist übrigens ein ganz Verschlafener bereits um 17:00 als wir ankamen hatten schon viele Geschäfte geschlossen… womöglich ist in der Hochsaison mehr los, aber im Herbst jedenfalls nicht!

13.3. In Greymouth war nichts los, dafür wäre im nahen Hokitika heute viel los gewesen, denn das alljährliche Wildfood Festival hätte begonnen… aber wir mussten leider weiter so war nur Zeit für einen ganz kurzen Rundgang…

Nach 2,5h Fahrt erreichten wir Franz Josef und checkten gleich in unser Hotel (Scenic Hotel) ein, weil wir am Nachmittag eine Gletscher-Tour gebucht hatten. Die Tour war nicht schlecht, allerdings sind Gletscher für Österreicher halt nicht ganz soooo spannend wie für andere Touristen und somit brach ob der Mini-Tour mit Steigeisen am Gletscher bei uns eben nicht der ganz große Jubel aus, aber schön und interessant war's schon!

Richtig schön, nach der Kälte am Gletscher war dann am Abend der Besuch der Hot Pools in Franz Josef – 3 Pools mit 36°, 38° oder 40° warmen Wasser heizen einem da richtig ein!

14.3. Wieder stand eine lange Strecke vor uns – ca. 420 km sollten es von Franz Josef nach Queenstown (Hotel Kingsgate Terraces) werden! Beim Fox Glacier fuhren wir zum Lake Matheson und umrundeten diesen „Spiegelsee" in ca 1,5h. Über den Haast Pass (der nur sehr niedrig ist und so gar nicht als Pass von uns erkannt wurde) erreichten wir nun die trockenere Ostseite der Südinsel. Wohingegen die Westseite sehr grün ist, zeigt sich das Land an der Ostseite der Südalpen nicht mehr ganz so üppig grün!

Bei Wanaka bogen wir in eine weniger befahrene Straße ab und erreichten über Cardrona Arrowtown, eine alte Goldgräber-Stadt, wo wir noch einmal Halt machten bevor wir das quirlige Queenstown erreichten. Nach einem Stadtbummel entschlossen wir uns heute Irisch essen zu gehen, schließlich war ja auch der St. Patrick Day nicht mehr weit und wer weiß, wann wir wieder ein Irish Pub finden würden… das Pog Mahone's war eine sehr gute Wahl und der 12 Jahre alte Jameson Whiskey auch!

15.3. Dieser Tag stand uns wieder frei zur Verfügung und wir nutzten ihn mit vielfältigen Ausflügen. 1. Der Birdlife Park mit den heimischen Wildvögeln (Kiwis, Kea, Falken, Papageien, usw), 2. Otago Central Goldminen-Park. Dort erhielten wir eine interessante und lustige Führung und versuchten unser Glück beim Goldwaschen. 3. Wieder zurück in der „City" bestiegen wir die Gondel auf den Aussichtsberg über der Stadt. 2 Sommerrodelfahrten später warteten wir bereits auf unser Dinner im Panorama-Restaurant und genossen das Buffet über der Stadt in vollen Zügen!

16.3. heute sollten wir wieder früh aufstehen, weil wieder eine 2,5-3h Fahrt nach Manapouri anstand… wir verschliefen uns aber beinahe und auf der Strecke machten wir die Zeit auch ganz leicht wieder wett! Der Boot-Bus-Ausflug über den Manapouri See, weiter über die Urwald-Straße über den Wilmots Pass zum Doubtful Sound (Fjord) war sehr schön, wenn auch regnerisch, aber nur bei Regen gibt's in diesen Fjorden auch so viele Wasserfälle zu sehen, denn bei Sonnenschein wären nur 3 oder 4 von den gesehenen permanente Wasserfälle – so gesehen hatten wir mit dem Regen sogar Glück!

Leider war die Tasmanische See etwas stürmisch und wir daher leider etwas Seekrank… aber trotzdem hat uns die Tour gefallen und wir fanden auch besonders den Besuch des Kraftwerkes am Manapouri See sehr interessant!

In Te Anau bezogen wir dann gegen Abend unser Hotelzimmer im Kingsgate.

17.3. nach einem kurzen Wildlife Center Besuch (Vogelpark) am frühen morgen fuhren wir wieder eine lange Strecke nach Twizel (ca. 400km) (Hotel Mackenzie Country Inn) und dann sogar noch 60 km weiter zum Mt. Cook Nationalpark und dem Visitor Center im Alpine Dorf am Fuß der Gletscher-Berge.

2 Kurzwanderungen (oder Spaziergänge) zum Kea Point und Richtung Hooker Valley wurden von uns bei strahlendem Wetter gemacht und im Anschluss besuchten wir auch noch die Ausstellung im Visitor Center.

Mit Hunger im Magen fuhren wir nach Twizel zurück und suchten ein Restaurant o.ä. gar nicht einfach in diesem „Kaff"! Aber ein Italiener wurde gefunden und die Shrimps - Nudeln und die Lamm-Pizza mundeten uns hervorragend!

18.3. von Twizel ging die Reise weiter nach Christchurch vorbei am Tekapo Lake wo wir uns die Shepherd-Kirche und das Hirtenhunde-Denkmal am Ufer des Sees ansahen. Durch eine trockene Landschaft fuhren wir Richtung Christchurch und bogen aber kurz vorher Richtung Banks Peninsula ab. Auf dieser kleinen Nebenstraße war ich dann auch einmal für ca 5km am Steuer, die restlichen ca. 4200km war Ewald der exzellente Fahrer! (und ich der Co-Pilot). Über Little River, High Top erreichten wir die Penguin Bay in der's leider keine Pinguine gab, dafür aber einen wunderschönen Wanderweg, den wir aber durch einsetzenden Regen nicht fertig wandern konnten. Über Schotterpisten gelangten wir zur Diamond Bay und fuhren bei der Gouvenr Bay über den Pass nach Christchurch (schöner Blick über die Stadt). Eine Stadt ist eine Stadt, ist eine Stadt… es war nicht einfach unser Hotel (Heartland Hotel Costworld) zu finden, wir schafften es aber und erkundeten am Abend dann zu Fuß die Stadt, da Parkplätze Mangelwahre sind!

19.3. schon der Abreisetag!

Nachdem der Flug aber erst am Nachmittag geht, lassen wir unser Auto noch bis 13:00 beim Hotel stehen und gehen wieder zu Fuß in die Stadt, in einem kleinen Cafe am Arts Center lassen wir uns unser Frühstück schmecken und lesen in den Neuseeländischen Zeitungen von den Kirchenskandalen in AT und DE… na die Welt ist klein!

Wir besuchen am Vormittag den großartigen Botanischen Garten, das Canterbury Museum und die Kathedrale am Cathedral Square. Abgerundet wir das Sightseeing noch mit einer Nostalgie-Straßenbahnfahrt… Wunderbar, jetzt haben wir auch Christchurch (oberflächlich) gesehen und können beruhigt abreisen J

Das war die Dertour „Neuseeland Aktiv" Mietwagen Rundreise – es war wunderschön, die Zeit verging viel zu schnell, die Flüge waren viel zu lang, aber ich kann nur sagen – Neuseeland ist eine Reise wert – vielleicht wäre es halt besser mehr Zeit zu haben, aber was nicht geht, geht nicht und so waren auch diese 3 Wochen für uns wunderbar!

(Fotos http://picasaweb.google.at/IndaHeh/Neuseeland#)


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